Projekt Lehrlingsausbildungsstätte

Aufbau eines Lehrlingsbetriebes in Kongoussi

Wir haben gemeinsam mit einem lokalen Tischlermeister, Monsieur Raso, in Kongoussi, ca 100 km nördlich von Ouagadougou, einen Lehrlingsbetrieb für Tischlerlehrlinge eröffnet. Jungen Männern und Frauen soll die Möglichkeit geboten werden, ein Handwerk zu erlernen um sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren und selbst einmal Lehrlinge auszubilden.
Herr Alexander Johannik ist seit Februar 2007 vor Ort um die Lehrlinge an modernen Geräten, die wir aus Österreich geschickt haben, einzuschulen. Wenn die Lehrlinge auch am Land die Möglichkeit haben mit modernen Geräten zu arbeiten, verringert das die Stadtflucht da Perspektiven und Möglichkeiten am Land geschaffen werden.

Weiter unten auf dieser Seite informiert Sie Herr Johannik direkt aus Kongoussi.

Schild Sascha Franz bei der Arbeit Lehrlinge Franz bei der Arbeit Lehrlinge Lehrlinge Lehrlinge Aussenansicht bei der Arbeit

nochmals schnell hallo vom 07.08.2008

Erstaunlich wie schnell sich die Landschaft hier verändert sobald endlich Regen fällt. Aus den roten, kahlen Hügeln sind schöne, grüne, dichtbewachsene Hügelketten entstanden. Durch die Pflanzen wirkt es so als ob die einzelnen nebeneinanderstehenden Hügel zusammenwachsen. Der rote Sand wird von einem saftigen Gras verdrängt und überall wo Trockenheit den Boden beherrscht hat, fängt die Erde an eine dunklere Farbe an zu nehmen. Auf den Feldern wird schon seit Wochen hart gearbeitet und die ersten Resultate sieht man schon. Während in manchen Gegenden der Mais schon einen guten Meter hoch steht, sind es bei uns gerade erst so 40 cm aber es schaut gut aus, meinen manche Baürn. Der Regen fällt in den letzten zwei Wochen regelmäßig. Ein bis zwei mal die Woche heißt es dann gut schlafen. Denn der Regen bringt ja nicht nur Hoffnung für die Baürn sondern auch eine sehr gewünschte Abkühlung. Denn obwohl wir die heißeste Fase des Jahres schon hinter uns haben, hat es hier jede Nacht fast 30 Grad.
Zwischen der immer grüner werdenden Landschaft schlängelt sich jetzt eine Asphaltstraße in unseren Ort. Bis auf zwei Brücken die die Baugesellschaft nicht vor der Regenzeit fertig gebracht hat sind 115 Kilometer asphaltiert worden. Viele bezweifeln, dass er lange halten wird doch sind sie alle froh über die Fertigstellung. Noch vor 1 ½ Jahren war man zu gewissen Jahreszeiten von der Hauptstadt abgeschnitten. Durch die schlechte Straße hatten die Banditen es leichter Menschen auf der Strecke zu überfallen. In der Regenzeit ist man öfters stecken geblieben oder man hatte einen Reifenplatzer aufgrund der spitzen Steine. Fahrten von unter drei Stunden waren kaum möglich und fast jedes Mal nahm man jemanden auf der Ladefläche mit, der ein Ersatzteil besorgen gehen musste. Es ist also schon eine Erleichterung jetzt eine gemütliche 1 ½ Stunden Fahrt zu haben. Seitdem sieht man auch in Kongoussi haufenweise Autos und Motorräder. Viele Menschen die in der Stadt arbeiten nutzen jetzt die guten Verhältnisse um ihre Familien in den Dörfern zu besuchen. Transporteure und große Geschäftsleute wittern ihre Chancen und werden versuchen sich hier rechtzeitig zu etablieren. Neü Busgesellschaften bieten die Verbindung zur Hauptstadt an, eine neü Bank wird gebaut und rechtzeitig mit der Fertigstellung der Straße sind auch die Sanierungsarbeiten vom Markt bald beendet. Es tut sich also ein bisschen was hier in Kongoussi…
…Schöne Grüße aus Burkina


bleibt nur die hoffnung vom 23.06.2008

Ich bin jetzt fast1 ½ Jahre hier und erlebe somit mein zweite Regenzeit. In dieser Zeit so gegen Mitte Mai regnet es alle zwei Wochen und jetzt wo wir schon fast Juli haben sollte es doch mindestens einmal die Woche regnen. Doch irgendwie will es auch dieses Jahr nicht so richtig. Voriges Jahr kam der Regen zu spät aber es hat dann dafür regelmäßig geregnet auch wenn es leider eine spur zu früh aufgehört hat. Diesmal hat es sehr früh begonnen, was ein gutes Zeichen war, es gab viel Hoffnung für eine gute Ernte. Doch auch diese Jahr verspricht im Moment nicht rosig zu werden. Es ziehen regelmäßig große dunkle Wolken auf. Ein ordentlicher Wind geht los und schiebt die Wolken genau über uns. Der Wind wird stärker und wirbelt den roten Sand auf. Die Fraün am Marktplatz packen dann schnell ihre Waren zusammen die sie auf Tüchern am Boden aufgebreitet haben, Radfahrer treten flotter in die Pedale und auch die Motorräder zischen schneller durch die Straßen. Es kommt schon fast so etwas wie Hektik auf!
Für uns in der Werkstatt heißt es dann ebenfalls schnell das Material und die Möbel in Sicherheit bringen. Denn obwohl wir ein großes Vordach haben müssen auch wir bei Regen ins Innere flüchten. Wenn dann alles gut geht, beginnt es ordentlich zu krachen. Das Wellblechdach knackst laut, man hört die Tiere die den Regen nicht ganz mögen und sieht Kinder im Regen spielen oder vereinzelt Leute schnell Nachhause laufen. Wenn es dann mit dem Regen so richtig losgeht kann man sich nicht mehr normal unterhalten sondern muss schon fast schreien denn die Regentropfen veranstalten einen ordentlichen Wirbel auf dem Dach.

Das wäre der optimale Fall, aber so dunkel die Wolken auch sein mögen der Regen kommt einfach nicht…Die Feldarbeiten sind im Rückstand, die Nahrungsreserven werden immer weniger und die Preise steigen natürlich immer weiter in allen Bereichen. Als ich vorige Woche spazieren gegangen bin und an einem Feld vorbei kam, habe ich ein wenig mit einem Baürn geplaudert. Ich habe gemeint, dass wir auch dieses Jahr scheinbar wenig Glück mit dem Regen haben. Darauf meinte der Baür: „Hey, wir sind in Afrika. Da gibt’s kein Glück, da gibt’s gerade mal die Hoffnung!“ Kurze Zeit später nimmt er wieder seinen alten, von harter Arbeit abgenutzten art Spaten und gräbt weiter sein von Trockenheit zerfurchtes Feld um.

Viele hoffen jetzt auf einen Aufschwung der mit der Fertigstellung der Asphaltstraße erwartet wird. Noch vor einem Jahr waren gerade mal eine Handvoll Fahrzeuge hier unterwegs. Schon jetzt rauschen haufenweise LKW s und große Jeeps durch Kongoussi.
Die Hoffnung stirbt zuletzt und somit bleibt den Menschen hier auch gar nichts anderes übrig als zu hoffen!


zureuck in kongoussi vom 15.05.2008

so früh wie heür beginnt es selten zu regnen. vor gut 2 wochen hat es zum ersten mal geregnet und seitdem noch weitere 2 mal. am 15 mai soll es angeblich jedes jahr regnen, na ich bin mal gespannt...diese paar male regen haben allerdings schon genügt um in kongoussi so manchen weg unpassierbar zu machen. in diesen pfutzen schwimmt manchmal dann so allerhand zeug herum...zu meiner grossen enttäuschung ist die hauptstrasse noch immer nicht asphaltiert. die bauarbeiten waren unterbrochen und wurden erst vor kurzem wieder aufgenommen. das seltsame daran ist nur, dass die strasse so hoch aufgeschüttet wurde, dass das ganze regenwasser seitlich in die bestehenden wege abrinnt und dort stehenbleibt und nicht abrinnen kann. aber wer weiss, die arbeiten sind ja noch nicht fertig also mal schaün was sich da noch tut.

wo sich hingegen viel tut sind preissteigerungen. in den letzten 3-4 monaten sind die preise erheblich gestiegen. ein sack reis kostet jetzt ca. 8500 fcfa (euro 12.50) mehr, was einfach extrem viel ist wenn man bedenkt, dass er normalerweise 12500fcfa (euro 18) kostet. wenn mein klappriges moped zum mechaniker muss, so jeden 2-3 tag zahl ich selten mehr als 100 fcfa!
leider beschränkt sich diese preissteigerung nicht nur auf lebensmittel sondern betrifft auch zement, holz, eisen sowie viehfutter. die erhöhung des baumaterials bekommt man hier dann besonders zu spüren wenn nach der regenzeit die reperaturen anstehen. aufgrund dieser preissteigerungen waren vor gut 2 monaten schon ausschreitungen in der hauptstadt ouagadougou. brennende autoreifen, heruntergeschlagene ampeln sowie über 150 verhaftungen. seit gestern streiken die lehrer in ganz ubrkina faso für 3 tage und sogar die stromgesellschaft droht mit ähnlichen konseqünzen. nachdem ich aber nicht glaube, dass die preise viel fallen werden bleibt uns nur auf eine gute regenzeit zu hoffen.

im atelier arbeiten zur zeit noch alle elf kinder. sobald die regenzeit dann richtig anfängt, werden allerdiings einige ihren familien bei den feldarbeiten helfen müssen. aber sie werden ersetzt durch jugendliche die in den schulferien bei uns arbeiten. in Ouahigouya läuft der bau planmässig und auch wir sind mit der produktion der schulmöbel beinahe fertig und werden in den nächsten wochen beginnen die decke zu montieren.
das weisenheim in saaba, einem stadtteil der hauptstadt, kann sich bald über ein paar säcke reis, hirse und bohnen freün die in den nächsten tagen dort ankommen werden.

es freut mich nach einem kleinen heimaturlaub wieder hier in burkina faso zu sein. auch wenn die sonne einen hier zum wahnsinn teiben kann mit ihrer extremen hitze, so ist das land doch sehr schön und die menschen einfach zu freundlich. aber das beeindruckende ist, wie die menschen hier mit ihrem schicksal umgehen sich nicht geschlagen geben und imer weiterkämpfen. wie sie in ihren situationen, die oft unglücklicher sind als man sich nur vorstellen kann, glücklich wirken und einen anlachen.
helfen sie bitte weiter dieses kleine lächeln am leben zu erhalten.

helfen sie burkina faso
danke


ein neues jahr vom 12.01.2008

2008 ist da und, verspätet wie es sich in afrika gehört, wünsche ich natürlich allen lesern ein schönes neüs jahr. silvester habe ich dieses jahr in bobo verbracht, im süd westen von burkina faso. aber schon wie voriges jahr in mauretanien kommt einfach nicht die europäische silvesterstimmung auf. aber, gefeiert wurde natürlich!

jetzt bin ich schon wieder drei monate hier und in dieser zeit ist wieder einiges passiert. nachdem ich mich anfangs über so manche schlamperei ärgern musste läuft hier jetzt wieder alles sehr gut. der hangar vor der werkstatt wurde wieder vergrössert und fast zeitgleich mit der ankunft von franz, kam auch der kontainer an. neben betten, medikamenten, anziehsachen, fahrräder,...kam dann eine schöne kreissäge zum vorschein. das war ja eigentlich schon wie ein vorzeitiges weihnachtsgeschenk. sie war zerlegt doch der hauptapparat wurde von zwölf leuten vom lkw auf den richtigen platz gebracht, der 20 meter entfernt und einendhalb meter tiefer lag.
doch sie steht und mit ihr hat das atelier einen weiteren schritt in richtung fortschritt gemacht. die organisation hat es geschafft aus einer kleinen tischlerei,mit wänden aus wellblech,die beste tischlerei der gesamten umgebung zu machen. wir erhalten sogar so manchen auftrag von leuten aus der hauptstadt, die extra zu uns kommen.
aber die wohl grösste freude ist es zuzusehen wie sich die lehrlinge selber entwickeln. nachdem in letzer zeit viel arbeit anstand musste der theorieunterricht ein wenig vernachlässigt werden, doch die qualität der arbeit wird immer besser. seit knapp zwei monaten sind wir wieder sieben lehrlinge. nachdem uns zwei verlassen mussten, haben wir wieder zwei neü aufgenommen. nachdem aber bald wieder ferien sind, werden wir wohl bald wieder knappe zwölf sein, denn viele kommen manchmal um in den ferien bei uns zu arbeiten. Und damit nähern wir uns auch einem unserer ziele. Wir wollen imstande sein mehr kindern eine ausbildung zu geben. Dazu werden aber mittel benötigt die noch nicht vorhanden sind. Mehr arbeitstische, kleines handwerkzeug, wir arbeiten auch an einem holzlager...wir haben für das jahr 2008 also noch einiges vor!
Meine lehrlinge haben mich gebeten allen spendern, helfern und unseren besuchern zu danken die uns im vergangenen jahr so unterstützt haben. Sie tragen alle dazu bei jungen menschen eine zukunft zu geben. Eine zukunft, in der sie sich eines tages mit der erhaltenen ausbildung durchs leben schlagen können, eine familie erhalten und vielleicht sogar die kinder in eine schule schicken können. Das sind alles sachen die hier bei weitem nicht selbstverständlich sind.
Hier in burkina faso zu helfen ist bei weitem keine einfache aufgabe. Es werden einem oft genung probleme beschert und schwierigkeiten gemacht obwohl man doch mit den besten absichten kommt. doch dann gibt es momente die einem zeigen, dass man hier genau richtig ist. Ein nachtwächter der überglücklich ist weil er eine winterjacke geschenkt bekommen hat und jetzt nicht mehr friert wenn er in der nacht bei 15 grad in t shirt und kurzer hose aufpassen muss...
Junge mädchen die in einem heim leben müssen um sich vor ihrer familie oder dem ungewollten ehemann zu verstecken und plötzlich liegen matratzen in ihrem schlafbereich. Sie strahlen und hupfen auf ihnen herum bis ich merke, dass die mädchen noch nie im leben eine matratze berührt haben...
eine frau mit zehn kinder bekam zu weihnachten einen 50 kilo sack reis und weint vor dankbarkeit. Anschliessend erfährt man, dass das nicht ihre kinder sind, sondern die ihrer versorbenen zwei schwestern. Ihr mann hat sie verlassen und deshalb wurde sie auch von der familie verstossen. Und so sorgt sie alleine ohne arbeit für zehn kinder die nicht einmal ihre eigenen sind...

zu glauben mit spenden und hilfsgüter die welt zu verändern wäre wohl ein wenig sehr naiv, aber wenn sie die menschen hier sehen könnten denen wir helfen können, dann wissen sie was sie alle eigentlich wirklich alles bewirken.

danke


Zurueck in Kongoussi vom 23.10.2007

Sodale, der Webmaster ist zurück, wir freün uns, und auch ich bin wieder zurück in meiner kleinen Stadt. Nachdem ich einen kleinen 4 Wochen Abstecher nach Österreich unternommen habe befinde ich mich seit knapp einem Monat wieder in Kongoussi. Und es ist schön wieder zurück zu kommen, obwohl Wien war eine richtige Wohltat war . Das Essen, Freunde und Familie, der Luxus,…aber das Leben ist dort, wenn man sich einmal an Afrika gewöhnt hat, sehr stressig. Als ich in Wien gelandet bin sind die Leute beim aussteigen an mir vorbei gezogen. Manche haben sich zwischen anderen Passagieren vorbeigezwängt, schnell ein „t´schuldigung“ beigefügt und waren weg. Wo treffe ich sie dann wieder? Klar, beim warten auf ihr Gepäck…Das Leben in Europa geht schnell, oft unnötig schnell.

Als ich ankam wurde ich am Flughafen abgeholt und ab gings von der Hauptstadt nach Kongoussi. Nichts war überschwemmt, ich war erstaunt. Noch in Österreich habe ich erschreckende Bilder gesehen. In der Region Bam war es trocken. Die Hirsefelder waren beeindruckend. 3-3.50 Meter hoch und ein schönes saftiges Grün. Es verspricht eine gute Ernte zu werden, wurde mir erzählt. Es fehlt nur noch ein letztes Mal ordentlich Regen und die ganze harte Arbeit würde sich auszahlen. Das muss man sich vorstellen. Ganze Regionen stehen unter Wasser, sodass nur mehr ein Zipfel vom Strohdach hervorsteht, die ganze Ernte ist zerstört und tausende Menschen haben alles verloren,….und hier hofft man auf einen letzten ordentlichen Regenfall um nicht auch noch vor dem Nichts zu stehen. Viele Monate schwerster Arbeit unter der brennenden Sonne und entweder alles ist jetzt durch die Überschwemmungen verloren oder man hofft auf Regen…Um es kurz zu machen: der hiesige notwendige Regen ist nicht gekommen. Die schönen grünen, hohen Hirsefelder sehen jetzt jämmerlich aus. Vertrocknet, ein ausgeblichenes Grün und hängende Köpfe. Die Menschen haben schwer gearbeitet und wofür? Um zu überleben! Hier geht es nicht darum die Ernte zu verkaufen, sondern die Existenz der Großfamilie zu sichern.
Ich habe mich ein wenig umgehört und es schaut wirklich katastrophal aus. Die meisten Baürn, die ernten was es zu ernten gibt, werden das bisschen was zusammen kommt in den nächsten Monaten verbrauchen. Dann müssen sie wohl Hirse kaufen. In der Regel kostet ein Hirsesack rund 8000 f cfa, das entspricht ca. 12 Euro. Befürchtet werden Preise von bis zu 25 000 f cfa, rund 38 Euro. Es ist erschreckend, dass die Menschen hier ihre tägliche Arbeit verrichten, anschließend vom Klima benachteiligt, und zuletzt auf Hilfe von Außerhalb angewiesen sind. Und dabei hoffen sie nicht auf Luxusgüter sondern auf das Normalste der Welt: Essen!

Viele haben mich natürlich nach meinem Aufenthalt ausgefragt. Was erzählt man darüber? Wahnsinns Essen, Kino oder Fortgehen am Abend, Luxus ohne Ende?
Wenigstens habe ich im Gepäck ein paar Geschenke für meine Lehrlinge und ein paar Kinder dabei gehabt. Nachdem die Geschenkstunde vorüber war, musste ich im Atelier wieder ein wenig strenger werden. Das Material lag durcheinander und die Arbeit wurde wieder ein wenig schlampiger. Aber, und das ist die Hauptsache, wir haben Arbeit. Die Maschinen laufen den ganzen Tag auf Hochtouren und am Abend gibt’s wieder jeden Tag Theorieunterricht. Nachdem allerdings die Unterschiede unter den Lehrlingen sehr groß sind ist es immer wieder eine neü Herausforderung. Manche haben ein paar Jahre eine Schule besucht manche gar nicht, andere sprechen kein oder nur schlechtes Französisch. Vielleicht macht der Unterricht wegen des leichten Chaos immer so viel Spaß. Tja und somit endet unser Tag gegen 19 Uhr und die Lehrlinge treten ihre Heimreise an.

Gestern war noch eine mini Feier. Bin jetzt seit genau einem Jahr in Afrika. Die Zeit vergeht…



wie die zeit vergeht... vom 17.08.2007

Wie doch die zeit vergeht… Als ich hier ende februar ankam, wusste ich nicht so recht was mich hier erwarten wird. Als erstes wurde ich den leün im atelier vorgestellt und dann wurde mir mein haus gezeigt. Ich wurde weiteren leuten vorgestellt und die ersten tage vergingen wie im flug. Der abflug vom franz liesz auch nicht lange auf sich warten und so wurde er schon knapp eine woche nach meiner ankunft schon am flughafen gebracht.
Wenn ich an das alles zurück denke, kommt es mir schon so vor als wäre es ewig her. Seither hat sich hier aber auch sehr viel verändert. Das leben, die stadt, das wetter, das atelier…aber alles der reihe nach!
Die erste grosse umstellung war wohl die lebensweise. Quasi von 100 auf 20. alles ist hier, sagen wir mal sehr einfach. Dass ich hier mit einer herdplatte koche ist schon wirklich nicht alltäglich. Meine grosse gasflasche steht immer noch, von einer grossen staubschicht bedeckt, in der ecke meines hauses und verrichtet tag für tag brav ihren dienst. Ein richtiges wc und eine ordentliche dusche habe ich in den letzen 6 monaten zwei mal gesehen. Mir fehlen immer noch gut 10 kilo aber dafür kenn ich jetzt haufenweise verschiedene arten bohnengerichte zuzubereiten. Man beschränkt sich hier aufs wesentliche und stellt erstaunlicherweise fest, dass es zwar nicht immer leicht ist, aber man dennoch mit sehr wenig auch sehr glücklich sein kann. Und zum glück bleibt ein kühles gutes bier nun einmal ein kühles gutes bier!
Die stadt hat in den letzten sechs monaten ihr bild des öfteren verändert. Als ich hier ankam präsentierte sich mir ein sehr staubiges und trockenes plätzchen. Es gibt eine grosse hauptstrasse und 2-3 interessante nebenstrassen in denen sich die geschäfte eins neben das andere reiht. Sobald man jedoch andere strassen aufsucht, taucht man manchmal, wie mir scheint, in ein anderes leben ein. Die bauweise der häuser verändert sich und wird noch einfacher und zeigt die hiesige armut noch deutlicher. Erstaunliche weise hat die stadt 18.000 einwohner aber ich scheine immer nur den selben auf de strasse zu begegnen. ich glaube es gibt hier nur knapp 20 autos aber dafür haufenweise mopeds und gelegentlich auch eine schöne maschine. Als parlamentswahlen waren, hatte man drei wochen lang den ganzen tag musik auf der hauptstrasse. Der einzige kreisverkehr, der auch gleichzeitig das stadtzentrum markiert, war mittelpunkt zahlreicher wahlreden. An samstagen wird hier wie immer ausgelassen gefeiert uund unter der woche hart gearbeitet, was dann selbstverständlich das schläfchen am vormittag, mittag, nachmittag, oder gelegentlich alle drei rechtfertigt.
Im moment wirkt die stadt allerdings an manchen tagen wie ausgestorben. Durch der regen, der zwar auf sich warten liess aber nun dennoch eingesetzt hat, können die menschen hier ihrer hauptaufgabe nachgehen; der feldarbeit. Sie zählt in meinen augen zu den wohl härtesten und schwersten aufgaben und dennoch sind hier in dieser region so gut wie alle davon abhängig. Viele müssen zeitig in der früh raus aus dem haus und oft mehrere kilometre weit fahren oder gehen um zu ihren feldern zu gelangen. Dann steht ihnen ein ganzer tag in der prallen sonne bevor und sie wissen nicht einmal ob sich diese ganze arbeit lohnt, denn alles ist abhängig von den launen der natur…
Die regenzeit hat allerdings die temperature nein wenig gedrückt und so haben wir an heissen tagen um die 40 grad und den kühleren wenn es bewölkt ist um die 30 grad. Die landschaft hat sich in wenigen wochen durch den fallenden regen von einer aus rotten sand und staub, dunklen fels und steinboden bestehenden umgebung in eine grüne verwandelt. Bäume blühen auf und bringen die schönsten farben hervor und man ist umgeben von mais und hirsefeldern.
Die strassen halten allerdings den regen nicht wirklich stand und so fährt man in der stadt von einem locj in andere und einem wird klar warum hier alle auf zwei rädern fahren. Aber selbst auf zwei rädern muss man oft wie ein schwerstbetrunkener schlangenlienien fahren um nicht andaürnd durchgeschüttelt zu werden.
Ebenfalls gross verändert hat sich das atelier unter der grossen unterstützung von seiten der organisation. Vor dem atelier ragt nun der grosse hangar empor und durch die art der konstruktion und dem doch fast majestätischen merkt, man sofort, diese tischlerei ist anders. Der boden ist jetzt betoniert und im schatten der wellblechdächer steht nun der ganze stolz des chefs und seiner lehrlinge. Eine brandneü hobelmaschine und eine grosse fräse. Haufenweise leute sind nun schon gekommen um sich all die veränderungen anzuschaün. Während wir kürzlich einen auftrag des bürgermeisters abgeschlossen haben und im moment an 60 schulbänken arbeiten konnten wir durch unsere arbeit weiter überzeugen und haben von einer anderen schule ebenfalls einen auftrag für 30 schulbänke erhalten. Bednigt durch die regenzeit, sind allerdings die lehrlinge nur sehr unregelmässig im atelier und so geht es zur zeit ein wenig gemütlicher zu. jetzt ist die zeit in der weniger los ist und mit diesen gemütlicheren zwei monaten wappnen wir uns für die monate vor dem jahreswechsel bei denen dann oft bis spät in die nacht gearbeiet wird. Die feldarbeiten gehen dann zünde und das geld für möbel oder reperaturen ist dann vorhanden. Und so vergehen meine letzten tage hier in Kongoussi doch relative ruhig. Bevor ich dann am Sonntag in die hauptstadt zum flughafen gebracht werde, wird am Samstag noch ein wenig gefeirt. Es gibt hühnchen, brot, bier, dolo,…allerdings ist es nur eine kleine feier denn ich komme ja bald wieder.
Ich möchte mich an dieser stele ganz herzlich bei franz grandits und roland linzatti und natürlich bei allen mitarbeitern der organisation bedanken, für das vertraün das in mich gesetzt wurde. Ich bin stolz für eine kurze zeit teil dieser organisation zu sein die sich dermassen für die ärmsten dieser welt einsetzt.

Vorerst die letzten schönen grüsse aus kongoussi


warten... vom 16.06.2007

es heisst warten. nicht nur für uns im atelier heisst es warten sondern auch für die einwohner.dunkle regenwolken überziehen zwei mal die woche die stadt un dverdunklen die sonne die sonst unser ständiger begleiter ist. es donnert und blitzt, der wind wirbelt den staub und den sand auf sodass man keine 100 meter sehen kann. und dennoch heisst es warten. alle warten auf den regen! die regenzeit hätte schon längst einsetzen sollen und dennoch...
das schlimme an der ganzen sache ist, dass schätzungsweise 70-80% der menschen hier von der ernte leben. in der regenzeit stehn viele um 5 uhr morgens oder noch früher auf um auf denfeldern zu arbeiten die mehrere kilometer entfernt seien können. dabei hilft oft die ganze familie mit was auch der grund sein wird, dass uns vorrübergehend die hälfte der lehrlinge verlassen werden. nachdem ich vor kurzem erfahren habe, dass es mit den grasbeständen für die tiere schlimmer denn je ausschaut, könnte mit dem mangel an regen doch eine neü kriese entstehen. und wiedereinmal scheint es die ärmsten dieser welt zu treffen...

Was das atelier selber betrifft, so geht es weiterhin gut vorran. der neü hangar vor dem atelier steht. während der vorrige schon beim anschaün halb in sich zusammenfiel, bekam jeder steher der neün konstruktion einen soliden betonsokel der 40 cm in den boden reicht.die qürbalken wurden ordentlich montiert und jetzt heisst es wieder einmal warten. um den hangar auch ein richtiges dach verpassen zu können und einen betonboden auf dem odentlich gearbeitet werden kann, warten wir auf den nächsten grossen auftrag der uns dies hoffentlich ermöglicht.
obwohl in den letzten zwei wochen nicht all zu viel arbiet anstand, bekamen wir freitag abend einen neün auftrag. zum zweiten mal während meines aufenthaltesmussten wir einen sarg baün. das erste mal war an einem sonntag gegen 17 uhr und er musste am nächsten morgen fertig sein. wie es die einzelnen lehrlinge damals erfahren haben weiss ich jetzt garnicht mehr. woran ich mich allerdings genau erinnere ist, dass es jeder für selbstverständlich hielt am sonntag abend sofort zu kommen. anschliessend wurde bis um drei uhr in der freuh gearbeitet bevor wir uns alle vor das atelier am boden gelegt hatten um zu schlafen. als ich am nächsten morgen gegen sechs uhr in der früh aufwachte waren sie schon wieder fleissig am arbeiten. zum glück war es diesmal ein einfacheres model und um mitternacht konnten wir zufrieden die türen schliessen und nachhause gehen. auch wenn sie manchmal die fünffache zeit brauchen um holz oder nägel oder leim zu holen, weil sie irgendwo in der stadt bei jemandem hängen bleiben und quatschen so ist ihre arbietsmoral doch bewundernswert.
auch scheinen sie gefallen am theoriekurs zu haben den ich versuche zwei mal die woche ab zu halten. ein grün bemalter maürvorsprung im inneren des hauses dient als tafel und sie sitzen nebeneinander auf holzbänken vor ihren heften, während ich verscuhe ihnen theoretisch zu erklären was sie täglich praktisch durfüren. dadurch dass viele nur wenige jahre auf einer schule waren, gestaltet es sich schwieriger als angenommen aber es scheint ihnen dennoch spass zu machen.
in der hoffnung, dass es auch fruchtet wartetn wir nun auf das ankommen von franz der hoffentlich alles zu seiner zufriedenheit vorfinden wird.

wie immer am ende einer woche wünsche ich ein schönes wochenende und schöns grüsse


Halbzeit vom 18.05.2007

so, halbzeit. naja, zumindest fast. nächsten dienstag bin ich genau drei monate hier und dann sind es auch nur mehr drei weitere. dann gibts eine dusche, eine richtige toilette und keine plumpsklos, pizzaservice,...nein, an diesen luxus möchte ich jetzt garnicht erst denken, denn man kommt erstaunlicherweise mit sehr wenig schon sehr gut aus.
nachdem ein kontainer mit einer hobelmaschine und einer fräse unterwegs ist, beginnt ein neür grosser abschnitt. nachdem die hier zu verfügung stehenden mittel ja sehr gering sind, haben wir uns zürst auf einen fortschritt in sachen qualität und ordnung konzentriert. bei einigen möbel wurden masse verändert, teile hinzugefügt oder weggelassen oder die befestigungsart verändert.
mit den ankommenden maschinen wird sich einiges ändern. bis auf raso, chef der tischlerei, und sayuba, der für drei jahre eine art fachschule für tischlerei in der hauptstadt besucht hat, haben die anderen noch nie mit solchen maschinen gearbeitet und eine fräse noch nie gesehen...
das heisst, die erste und wichtigste aufgabe wird es sein, jede art von unfall zu vermeiden und wenn man sie manchmal beim arbieten sieht kann einem das schon sorgen bereiten.
auf jeden fall werde ich die drei monate nutzen um sie so gut wie möglich mit den maschinen vertraut zu machen um die tischlerei und das wissen der lehrlinge noch ordentlich vorran zu treiben.
eine weitere sehr erfreuliche nachricht ist, dass ein neür lehrling aufgenommen werden konnte, und nachdem in knapp zwei wochen noch ein weiterer zu uns stossen wird sind es dann schon neun!

in der zwischenzeit lässt die bevorstehende regenzeit auf sich aufmerksam machen. nachdem es vorrige woche am montag schon ein wenig dünkler war am vormittag, hat sich am nachmittag ein schönes gewitter über uns niedergelassen. dicke, schwere tropfen gemischt mit einem irren wind haben in einer 3/4 stunde das bild der stadt verändert, zumindest teile davon.während der hangar vor unserem atelier, dem die afrikanische bauweise sofort an zu sehen war, wie ein kartenhaus zusammengestürzt ist hat der regen tiefe furchen in die haupt und nebenstrassen gezogen und teile von strassen waren bis zu einem meter unter wasser. als ich an diesem tag nachhause kam, musste ich erst den schlamm von meinen beinen waschen bevor ich dann zum ertsen mal, seit meiner ankunft, eine lange hose und einen pullover angezogen habe. es hat stark abgekühlt und wir hatten am abend nur ca. 28 grad, was immerhin ein unterschied von knapp 15 grad ist im vergleich zu normalen tagen im schatten...schon seltsam wie kühl einem 28 grad erscheinen können!

noch eine kurze geschichte zum abschluss:

nachdem die abende zuhause manchmal sehr langweilig sind und ich nicht immer in die stadt fahren möchte, habe ich mich dazu entschlossen mir für die restliche zeit einen fernseher anzuschaffen. doch alles was ich hier kaufe, muss ich am ende wieder verkaufen und so habe ich beschlossen jemanden zu finden der mir seinen leiht, natürlich gegen bezahlung.
nach zwei wöchiger suche hat dann raso einen freund gefunden der bereit ist mir seinen zu leihen. er hatte in gekauft und mit in sein dorf genommen, aber:
es gibt keinen strom!!!
was er sich dabei gedacht hat weiss ich nicht aber das ist afrika.
das ist aber nur eine der vielen kuriosen geschichten die mich hier täglich zum lachen bringen und oft genug verzweifeln lassen.

schöne grüsse aus kongoussi


frohe ostern vom 10.04.2007

Shöne ostergrüsse nach osterreich !

Nachdem ich ja schon weihnachten und silvester in mauretanien verbracht habe freut es mich nun auch einmal ostern in afrika zu erleben. Während die kinder in österreich ungeduldig auf den osterhasen warten freün sich hier eher die erwachsenen und jugendlichen auf die feiertage. Denn das heisst party! Wie in österreich findet sich auch hier immer ein grund zu feiern, und nachdem hier sehr viel gefeiert wird war ich doch schon sehr gespannt.
Und dann war es soweit. Der Sonntag war gekommen und er begann für mich mit einer reise knapp 45 minuten in ein dorf namens “silmidougou”. Nachdem mein besuch schon länger geplant war, war die feude über mein erscheinen gross. Ich wurde sofort zum essen eingeladen und schon sass ich mit vier leuten über eine grosse schüssel gebeugt. Nachdem sich alle die hände gewaschen hatten, langten wir ordentlich zu. Es gab “benga”, das sind bohnen mit mehl vermischt und auch wenn es seltsam klingt schmeckt es ausgezeichnet.
Anschliessend wurde ich durchs dorf geführt und zum schluss sprachen wir noch mit dem dorfchef. Und als ob die besonders freundliche gastfreundschaft nicht schon genug wäre, wurden mir am ende noch zwei hühner geschenkt. Nachdem zwei jedoch viel zu viel für mich waren, habe ich zwei tage später kurzerhand meine lehrlinge zu einem grossen essen zu mir eingeladen.

Zurück in Kongoussi habe ich schnell gemerkt, dass da einiges los ist. Musik dröhnte aus grossen lautsprechern auf den strassen und die bars waren voll. Für mich ging es dann weiter nach “pouni”, eine gegend ein wenig ausserhalb vom zentrum. Dort angekommen bin ich keine fünf minuten unter einem stohdach auf einer alten holzbank gesessen, da hatte ich auch schon eine holzschüssel mit “dolo” vor mir stehen. Dolo! Ein gefährliches geräu welches aus getreide, wasser und noch ein paar anderen zutaten gewonnen wird. Es wird dann in diesen holzschüsseln serviert die man “ouamde” nennt, und diese gehen dann die runde. Gefährlich desshalb, weil der “dolo” ca. 9 % alkohol enthält und so dermassen gut schmeckt, dass man einen gewissen pegel sehr schnell erreicht, und so sassen wir zu zehnt in einer runde und leerten liter für liter während alle lachten und geschichten erzählten…
Am abend ging die party dann in der stadt weiter und ich konnte wieder einmal eine gruppe von tänzern bewundern die sich auf einer bühne zu trommelklängen bewegten. Und so ging mein erstes mal ostern in afrika zu ende.

Aber da wir hier nicht nur tanzen sondern auch brav arbeiten freut es mich zu berichten, dass wir unter anderem ein ausschreibnung der hiesigen bank gewonnen haben, und es waren immerhin vier weitere tischlereien im rennen. Weiters konnten wir einen grösseren auftrag für eine andere ONG zu vollster zufriedenheit beenden. Es kommen immer mehr leute die von unserer arbeit begeistert sind und das freut hier natürlich alle. Besonders freut es mich die fortschritte der lehrlinge zu sehen die immer mehr freude an ihrer arbeit zeigen. Es ist eine schöne aufgabe mit den jungen hier zu arbeiten und ich möchte der organisation “hilfe direkt” wirklich danken, dass sie die menschen hier durch ihre zahlreichen projekte unterstützt und ihnen eine möglichkeit auf eine bessere zukunft gibt.

Ich wünsche allen noch schöne feiertage und schöne grüsse aus kongoussi


nachricht aus burkina vom 14.03.2007

ibeo kibare!

mit einem guten morgen werde ich um 7 uhr in der früh von meinem chef begrüsst. er steht vor meinem tor und wartet auf seinem roller, der wie die meisten schon bessere zeiten gesehen hat. anschliessend geht es bei morgendlicher frische von ca. 20 grad auf zur arbeit. die hauptstrasse auf der wir rollen ist in staub gehüllt. oft sieht man keine 200 meter und die sonne wird von einem roten glanz umgeben.

bei der werkstatt angekommen, beginnen die lehrlinge bereits das werkzeug und die maschinen af den dafür vorgesehenen tisch zu räumen. ordnung muss sein und so bekam jede maschine ihre eigene kiste, schraubzwingen wurden ordentlich aufgehängt und die hobelbänke werden jeden abend brav sauber gemacht.
nachdem die jungen dann gemeinsam gefrühstückt haben, geht die arbeit los. je nach auftrag wird gehobelt, geschnitten, gehämmert und geschliffen. der grossteilm der arbeit wird noch von hand aus gemacht, denn die maschinen die hier verwendet werden, wären sonst im daüreinsatz. wenn etwas kaputt gehen sollte, ist die wahrscheinlmichkeit in dieser doch kleinen stadt ein ersatzteil zu finden sehr, sehr gering.

obwohl hier knapp 24000 einwohner leben, kommt es einem wie ein kleines dorf vor. jeder kennt sich, jeder grüsst den anderen und oft verabredet man sich auf dem weg zur arbeit mit 3-4 verschiedenen leuten und manchmal bekommt man zwischen stoppschild und supermarkt einen auftrag. eines tages leibt neben uns ein moped stehen. wir unterhalten uns kurz und plötzlich ziht unser nachbar eine art schnur aus der hosentasche. zumindest so etwas ähnliches wie eine scnur. zwei verschieden färbige stofffetzen von unterschiedlicher länge und breite die mit einem knoten aneinander gebunden waren. wie sich dann herausstellte war das die länge seiner strohmatratze die er bei einem baürn gekauft hatte. nun brauchte er das passende bett dazu...nach drei minuten war alles besprochen und wir machten uns noch weitere 10 mal grüssend weiter auf den weg zur werkstatt.

leider fliegen inem die aufträge nicht immer so einfach zu, doch raso, chef der werkstatt, ist sehr bemüht die leute von seiner arbeit zu überzeugen.

was meinen teil der arbeit betrifft, so versuche ich mein möglichstes in ihnen die lust und freude an qualitativ, hochwertiger arbeit näher zu bringen. auch wenn sie zwischendurch einmal murren, weil das schleifen plötzlich 3 mazl so lange daürt oder, dass beim sägen und stemmen plötzlich eine grössere genauigkeit gefragt ist, so sind sie am ende doch sichtlich stolz auf eine schöne, saubere und glatte oberfläche oder verbindungen ohne grosse löcher.

ich kann verstehen, dass sich menschen in kongoussi wohl fühlen. die menschen begegnen einem mit einer solchen frenudlichkeit und so herzlich und das land, wenn auch leider sehr arm, ist wunderschön.

ich wünsche allen noch eine schöne woche und hoffe das wetter ist in österreich ist ebenfalls so herrlich wie hier.

sascha johannik